• Lëtzebuergesch
  • Deutsch (DE-CH-AT)
  • French (Fr)
ipv6 ready
Atemschutzstrecke PDF Imprimer Envoyer
Mercredi, 12 Avril 2006 09:54
Il n'y a pas de traductions disponibles

 Atemschutzstrecke / Piste respiratoire

PDF Diagramm Schwierigkeitsgrade

 

PDF Demande de réservation

 

Get Adobe Acrobat Acrobat Reader downloaden

 
 

Geschichte 

Bis zum Jahr 1991 wurden im Kanton Capellen die Atemschutzübungen in verschiedenen alten Gebäuden abgehalten, welche sich kurz vor dem Abriss befanden. Solche Übungsstätten fand man sowohl in Steinfort als auch in Bascharage vor. Dabei wurden alle Fenster der leerstehenden Gebäude verdunkelt und der zum Üben benötigte Rauch mittels Rauchbomben erzeugt. 

 

atemschutz2 Als diese Gebäude nicht mehr zur Verfügung standen, wurden in der Nähe der “Al Schmelz“ Betonrohre in der Erde verlegt und mit mehreren Kammern verbunden. Allerdings erschien diese Art des Übens zu gefährlich, da man während den Übungen keinen direkten Zugang zu den sich in den Rohren befindlichen Feuerwehrleuten hatte.

 

Die Gemeinde Steinfort stellte ein Jahr nach dem die Rohre verlegt worden waren einen Teil der “Al Schmelz“ zur Verfügung. Diese Räumlichkeiten konnten nun nach den Anforderungen einer Atemschutzübungsanlage umgebaut werden. Diese Arbeiten wurden von fast allen Wehren aus dem Kanton während eines Winters durchgeführt. Dabei entstand eine 20 m-lange Kriechstrecke. Außerdem wurde das Gebäude in verschiedene Räume unterteilt. Ferner installierte man ein Steuerpult, mit welchem man verschiedene Geräusche erzeugen konnte. Zur gleichen Zeit wurde mit der finanziellen Mitteln des Kantons eine Nebelmaschine beschafft, welche fortan zur Rauchbildung eingesetzt wurde. Des Weitern eignete sich die Wehr Steinfort einen Kompressor zum Befüllen der Atemschutzflaschen an. Mit der Inbetriebnahme der neuen Übungsanlage wurde das unterirdische Rohrsystem endgültig stillgelegt. 

 

Jedoch konnte die Anlage nur 2 Jahre benutzt werden und so musste nach einer Alternative Ausschau gehalten werden. Von der Gemeinde wurde versprochen, sie würde die Feuerwehr beim Bau einer neuen Atemschutzstrecke unterstützen. So wurde uns der Keller der “Al Schoul“ zugewiesen. Nachdem der Keller trockengelegt und einige Umbauten ausgeführt worden waren, konnte mit dem eigentlichen Bau der Strecke begonnen werden. Dabei wurde die Wehr, wie zuvor von der Gemeinde zugesichert, mit allen nötigen Mitteln unterstützt. Diese Strecke ist bis heute kaum verändert und leistet heute wie damals wertvolle Dienste hinsichtlich der Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern.

 

Zusätzlich zu der Atemschutzstrecke wurde während der Umbauarbeiten am Gerätehaus eine moderne Atemschutzwerkstatt mit Fülleiste und neuem Kompressor eingerichtet, so dass die Möglichkeit besteht, die leeren Atemschutzflaschen, welche beim üben in der Strecke angefallen sind, noch am gleichen Abend zu befüllen. Des Weiteren können die Duschen im Gerätehaus von den Kandidaten genutzt werden.

 

Sinn der Strecke

•  Mit Hilfe der verschiedenen Schwierigkeitsgrade werden die Kandidaten an das Tragen des Atemschutzgerätes gewöhnt.
•  Testen der Kandidaten auf Platzangst.
•  Der Korpschef erhält Informationen über die Leistungsfähigkeit seiner Atemschutzgeräteträger.
•  Die Kandidaten lernen angesichts der schlechten Sicht miteinander zu kommunizieren.

 

Infrastruktur des Gebäudes “Al Schoul“

- Parkplatz im Angrenzenden Hof
- Instruktionssaal für 30 Personen
- WC
- Fitnessraum, Blutdruck- und Pulsmessung
- Regie mit Überwachungsgeräten
- Kriechstrecke mit einer maximalen Länge von 55 m (Da verschiedene Schwierigkeitsgrade angeboten werden, kann die Länge der Kriechstrecke auch kürzer sein.)

 


aemschutz1  Aufbau der Strecke


- Die Strecke hat die Grundform eines “E“.
- Sie erstreckt sich über 3 Etagen. Die Kriechlänge beträgt zwischen 33 und 55 m , je nach Schwierigkeitsgrad.
- Durch die Kombination von 9 Türen ergeben sich 6 verschiedene Schwierigkeitsgrade.
- Verschiedene Engpässe
- Hitzezone mit über 60°C .
- Rutschen
- Schachtleiter
- Anstelleiter
- Gasschieber und Sicherungskasten
- Stroboskope, Hintergrundgeräusche, Nebel

 

Sicherheit in der Strecke

- Im Raum befinden sich immer 2 Instruktoren
- Alle 3 m sind abnehmbare Stäbe angebracht, welche es ermöglichen Kandidaten im Notfall sofort zu helfen.
- Verteilt an 4 verschiedenen Stellen im Raum sind Notschalter angebracht. Werden sie betätigt wird sofort der Nebel abgesaugt und der Raum mit Frischluft versorgt. Im gleichen Augenblick geht die Beleuchtung des Raumes an und alle Effekte im Raum werden unterbrochen.

 

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade

Um sowohl dem frisch ausgebildeten, als auch dem erfahrenen Atemschutzgeräteträger eine angepasste Übungsmöglichkeit zu bieten, setzt sich das angebotene Programm aus 6 unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zusammen.

Die erste und die zweite Stufe sollen dabei dem Atemschutzgeräteträger helfen sich an die Strecke zu gewöhnen. Wie man aus dem Schema erkennen kann erstreckt sich die erste Stufe lediglich über 33 m und wird noch ohne NOMEX-Schutzkleidung absolviert. Diese muss allerdings bei der zweiten Stufe angelegt werden. Des Weiteren wird hier die gesamte Kriechstrecke von 55 m genutzt. Zusätzlich werden 3 weitere Türen eingebaut. Beide Stufen werden unter Atemschutz durchgeführt, allerdings ist kein Nebel vorhanden.

Hintergrundgeräusche, Nebel, Hitze, sowie Fitness sind die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden ersten Stufen und den letzten vier. Eine weitere Tür in der Strecke erschwert das Vorankommen in der 4ten Stufe. In der Stufe 5 wird mit wenigen Handgriffen eine Falle eingebaut. Allerdings ist diese Falle nicht im eigentlichen Sinn des Wortes zu verstehen, sie kann lediglich den Weg durch die Strecke wesentlich verlängern. Zwei mit Sand gefüllte Schaumkanister sind die zusätzliche Schwierigkeit in der Stufe 6 dar. Sie müssen durch die gesamte Strecke mitgeführt werden.

 

Gebühren

Stufe:

Preis pro Kandidat:

Maximale Anzahl an Kandidaten pro Stufe und pro Abend

1

4 €

12

2

4 €

12

3

7.5 €

10

4

7.5 €

10

5

10 €

8

6

10 €

8

 

Achtung: Die Übungen in der Strecke finden ausschließlich an Freitagabenden statt. Reservierungen für andere Tage sind nicht möglich. Die Anzahl an Kandidaten ist aus organisatorischen Gründen auf maximal 12 Personen pro Abend begrenzt.

 

Buchen der Strecke

•  Die Wehr kann anhand des auf dieser Seite verfügbaren Kalenders ein noch nicht vergebenes Datum auswählen.
•  Die Wehr trägt das gewählte Datum in das Formular, welches auf dieser Seite heruntergeladen werden kann, ein (Die Formulare können auf Anfrage auch auf dem Postweg versendet werden und von den Wehren auf dem gleichen Weg zurück an die Wehr Steinfort geschickt werden.) und schickt es mit der beigefügten Liste der Kandidaten an die Wehr Steinfort.
•  Die Wehr Steinfort bestätigt schriftlich die Buchung und vermerkt sie ebenfalls im Kalender, welcher auf der Internetseite verfügbar ist, so dass es für keine andere Wehr möglich ist, das gleiche Datum anzufragen.
•  Kann eine Wehr nicht zu einem vereinbarten Termin erscheinen und hat sich nicht bis spätestens 1 Woche vor dem besagten Termin abgemeldet, so wird die Gebühr für die angemeldeten Kandidaten trotzdem verrechnet.

 

atemschutz3 Ausrüstung der Kandidaten

Der jeweilige Korpschef hat dafür zu Sorgen, dass die von ihm angemeldeten Kandidaten
•  ihre komplette persönliche Ausrüstung mitbringen und
•  Geräte, Masken sowie Reserveflaschen in ausreichendem Maß vorhanden sind.

 

Am Abend der Übung

- stehen 3 Instruktoren zur Verfügung.
- treffen die Kandidaten um 19 45 in der “Al Schoul“ ein.
- werden die Kandidaten angewiesen Zweiergruppen zu bilden.
- müssen sich die beiden Kandidaten einer Gruppe abwechselnd jeweils 2 Minuten auf einem Stepper und einem stationären Fahrrad aufwärmen.
- wird der Blutdruck und der Puls der Kandidaten gemessen und notiert.
- kriechen die Zweiergruppen durch die Strecke. Die Zeit wird notiert.
- wird der Blutdruck und der Puls der Kandidaten gemessen und notiert.
- müssen ggf. die Flaschen für die nächste Gruppe gewechselt werden um den fließenden Ablauf der Übung nicht zu gefährden.

 

Nachdem alle Kandidaten die Stecke absolviert haben können sie im Gerätehaus duschen. Währenddessen können die benutzten Atemschutzflaschen gefüllt werden.

Abschließend schickt die Wehr Steinfort ein Protokoll der Übung und die Rechnung an den Korpschef.

Mise à jour le Mercredi, 01 Novembre 2006 14:13